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Shamondavirus

Kühe auf der Weide

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat einen neuartigen Erreger aus der Gruppe der Shamonda Viren als Ursache für ein seuchenhaftes Krankheitsgeschehen bei Milchrindern in der Schweiz, Süddeutschland und Ostfrankreich bestätigt. Diese Viren sind eng mit dem Schmallenbergvirus verwandt.

Nach aktuellem Wissensstand besteht kein Infektionsrisiko für den Menschen.

Viele der derzeitigen Informationen basieren auf ersten Beobachtungen und wissenschaftlichen Annahmen, die sich an dem verwandten Schmallenbergvirus orientieren. Gesicherte Aussagen sind zum aktuellen Zeitpunkt nur begrenzt möglich.

Aktuelle Lage

Betroffene Tiere zeigen meist milde bis moderate Symptome wie Fieber (>40 °C), Durchfall und Fressunlust. Bei Milchkühen tritt ein massiver und deutlicher Rückgang der Milchleistung auf. Die Erkrankungsdauer in Beständen liegt meist bei etwa 14 bis 21 Tagen. Derzeit werden diese deutlichen Erkrankungsbilder vor allen bei Milchkühen beobachtet. Aktuell zeigt sich eine schnelle Ausbreitung in und zwischen Beständen, so dass erwartet wird, dass sich die Krankheit in den nächsten Wochen bis Monaten weiter ausbreitet und auch in Sachsen auftreten könnte. 

Die Übertragung erfolgt durch blutsaugende Stechinsekten (Gnitzen). Die aktuelle Flugsaison der Gnitzen wird mit bis Mitte November erwartet.

Besonders zu beachten sind trächtige Tiere. Auf Grund der Ähnlichkeit zum Schmallenberg-Virus besteht der Verdacht, dass Infektionen während der Trächtigkeit möglicherweise Fehlgeburten, Totgeburten oder Missbildungen bei den Nachkommen verursachen könnten. Ob dies auch auf das neu entdeckte Virus zutrifft, ist jedoch noch nicht bestätigt und wird derzeit intensiv erforscht.

Hintergrund

Shamonda Viren gehören zur Familie der Bunyaviridae und können bei Wiederkäuern zu schweren wirtschaftlichen Verlusten führen. Das Schmallenbergvirus verursachte 2011 vor allem Fehlbildungen bei Neugeborenen und führte zu erheblichen Einbußen in der Landwirtschaft.

Empfehlungen für Landwirte

  • Achten Sie auf Krankheitssymptome lassen Sie diese durch den Hoftierarzt diagnostisch abklären
  • Erhöhen Sie den Schutz vor Stechinsekten (z. B. durch Insektizide oder Schutznetze) verstärken.
  • Setzen Sie Betriebsinterne Hygienemaßnahmen konsequent um.

Inzwischen ist das Shamondavirus in den ersten sächsischen Rinderhaltungen angekommen. Es verdichten sich zudem Hinweise, dass auch Pferde betroffen sein könnten. 

Über aktuelle Erkenntnisse zum Krankheitsbild und wie sich das Virus verbreitet, möchten wir in einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung informieren.

Wir laden Sie hiermit recht herzlich zum Webinar am 10.09.2026 um 14:00 Uhr ein. 

Thema: »Auftreten eines neuartigen Shamondavirus bei Rindern«

Für die Veranstaltung konnten wir zwei Referentinnen gewinnen:

  1. Frau Dr. Helen Huber, Schweizer Rindergesundheitsdienst: »Shamondavirusinfektionen bei Schweizer Milchvieh«
  2. Frau Dr. Kerstin Wernicke, Friedrich-Loeffler-Institut: »Was wissen wir über diesen neuartigen Shamondavirus?«

Die Veranstaltung wird vor allen für die Rinderhalter und praktischen Tierärzte ausgerichtet. Ich bitte um Weiterleitung der Einladung an die entsprechenden Zielgruppen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 1.000 Personen begrenzt. Die Veranstaltung wird aber aufgezeichnet und im Nachgang veröffentlicht. 

Der Einwahllink funktioniert ohne Registrierung. Gegebenenfalls muss das Meetingpasswort: »Shamonda« eingegeben werden.

https://fs-sachsen.webex.com/wbxmjs/joinservice/sites/fs-sachsen/meeting/download/3cbc0d1148664daea0071b13c73d29fe?MTID=m8617efe5ec45e26626b4833ad4549591

Mit Webinar-Nummer beitreten 
Webinar-Nummer (Zugriffscode): 2743 580 7617 
Webinar-Passwort: Shamonda (74266632 beim Einwählen von einem Telefon oder Videosystem)

Möglichkeit, um mit Mobilgerät beizutreten (nur für Teilnehmer)
+4935179997779,,27435807617#74266632# SVN Webex Dial-In
+49-89-95467578,,27435807617#74266632# Germany Toll 2
Auf manchen Mobilgeräten müssen die Teilnehmer ein numerisches Passwort eingeben.
 
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