Hauptinhalt

Biosicherheit zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest bedroht momentan die Wild- und Hausschweinebestände – und das nicht nur in Sachsen, sondern in ganz Europa. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sind alle gefordert. Maßnahmen der Biosicherheit sind dafür entscheidend. Hier finden Sie Informationen zu wichtigen Maßnahmen. 

1. Biosicherheitsmaßnahmen für Jäger

Grundsätzliche Informationen: 

  • Keine Jagdreisen in infizierte Gebiete
  • Erlegen von Schwarzwild: beim Aufbrechen auf hohe Sauberkeit achten 
  • Auslaufsicherer (Wildwanne) Transport des erlegten Wildes vom Erlegungsort zur Kühlzelle oder Kadaversammelpunkt (KASAPU)
  • Desinfektion des Erlegungsortes 
  • Bei Verlassen infizierter Gebiete KFZ desinfizieren (Radkästen, Räder, KFZ-Anhänger) 
  • Gründliche Reinigung und Desinfektion aller Gerätschaften (Schuhe, Messer, Bergehilfe, …) 
  • Kleidung nach jeder Schwarzwildjagd Waschen (60 °C)
  • Aufbruch und Schlachtreste biosicher über KASAPU entsorgen

Informationen für Gesellschaftsjagden:

  • Einladung der Jäger und Treiber: Hinweis auf jeweiliges Restriktionsgebiet und einzuhaltende Biosicherheitsmaßnahmen 
  • Belehrung über Biosicherheitsmaßnahmen 
  • Alle Teilnehmer der ADJ desinfizieren ihre Schuhe und die Räder / Radkästen ihrer Fahrzeuge
  • Desinfektionsmatten und Mittel können über LJV oder LÜVÄ organisiert werden
  • Wer Kontakt zu Schwarzwild hatte: Desinfektion der Sachen und übriger Mittel (Anhänger, Messer, Bergehilfe, …) 
  • Eingesetzte Hunde (Stöberhunde und Nachsuchenhunde) sind im Nachgang der Jagd mit Hundeschampoo zu waschen 
  • Getrennte Bergekreise für Schwarzwild und übriges Schalenwild 
  • Mindestens Schwarzwild: zentraler Aufbruchplatz, der gut zu reinigen und desinfizieren ist 
  • Schwarzwild über kleinen Personenkreis bergen lassen, der wegen der Verschleppungsgefahr möglichst auch in der jeweiligen Sperrzone beheimatet ist (Einweisung in Dokumentation und Desinfektion des Erlegungsortes) 
  • Bergeteam: Ausstattung mit Schutzausrüstung (waschbarer Baumwolloverall, Einweghandschuhe, desinfizierbare Bergehilfe, auslaufsicherer KFZ-Anhänger, Desinfektionsmittel, Sprühpumpe, Handy zur Dokumentation des Erlegungsortes, …)
  • Auslaufsicheres Transportieren von Schwarzwild 
  • In SZ II: Schwarzwild, bei dem auf die Aneignung verzichtet wird, nicht aufbrechen und direkt zum KASAPU transportieren

2. Biosicherheitsmaßnahmen für Landwirte

Auch Landwirte können einen wichtigen Beitrag leisten, um ihre Bestände zu schützen. Dafür ist die Biosicherheit entscheidend, vor allem Hygienemaßnahmen im Stall. Maßnahmen hierfür sind beispielsweise ein Zaun um den Betrieb, um den Kontakt mit möglicherweise infizierten Wildschweinen zu verhindern. Auch die persönliche Hygiene ist wichtig – das betrifft vor allem die Reinigung von Arbeitskleidung, Schuhen und Stiefeln, über die kontaminiertes Material unbewusst in den Betrieb gebracht werden kann. Nutzen Sie also Desinfektionsmatten und eine gründliche Reinigung. 

Schematische Übersicht zu Hinweisen für Schweinehalter zum Schutz vor Tierseuchen

Auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden Sie eine entsprechende Broschüre mit wissenswerten Informationen für den Schutz vor Tierseuchen:

Schutz vor Tierseuchen – Was Landwirte tun können

Des Weiteren können folgende Klappkarten über die Publikationsdatenbank bestellt werden: 

Schwein gehabt – Biosicherheitsmaßnahmen für Jäger

Schwein gehabt … dass es euch Jäger gibt und ihr helft, die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen.

Achte auf deinen Saustall! Afrikanische Schweinepest bekämpfen!

Ein sehr hilfreiches Tool zur Überprüfung der eigenen Biosicherheitsmaßnahmen für landwirtschaftliche Betriebe ist die ASP- Risikoampel, welche an der Universität Vechta entwickelt wurde:

Risikoampel Universität Vechta

zurück zum Seitenanfang